Anlassbezogenes Publishing: einfaches Mittel, große Wirkung
Anlassbezogenes Publishing: einfaches Mittel, große Wirkung
2015-10-14 16:15

Anlassbezogenes Publishing: einfaches Mittel, große Wirkung

Das beste Beispiel für ein gelungenes anlassbezogenes Publishing ist eine Ausgabe von DIE WELT Kompakt. Zum Start der Frankfurter Buchmesse brachte die Tageszeitung eine besondere „Buchausgabe“ heraus: Jede Überschrift im Blatt entsprach einem bekannten Buchtitel. Die Auflösung erfolgte in einem Glossar auf der letzten Seite mit Angabe der Autoren und Erscheinungsjahre.

Selten so unterhaltsam: Meine Kollegen und Kolleginnen guckten schon schräg beim Lesen meiner allmorgendlichen Lektüre. Denn ich habe mich köstlich amüsiert und mit mehr Begeisterung als sonst auf wirklich jede einzelne Headline geachtet. Und auch die Bandbreite an Emotionen war größer – von irritiert über nachdenklich bis belustigt.

Hier eine Übersicht meiner 10 besten Titel:

Es muss nicht immer Kaviar sein
Buchtitel von Johannes Mario Simmel (1960) zum Artikel über Stefan Effenberg, der als Spieler ein Superstar war und jetzt als Trainer den SC Paderborn vor dem Zweitliga-Abstieg bewahren soll.

Faust I
Der Titel des bedeutendsten und meist zitierten Werkes der deutschen Literatur von Johann Wolfgang von Goethe (1808) genutzt für: Hamburg richtet 2017 die Weltmeisterschaften im Amateur-Boxen aus.

Herr der Fliegen
Buchtitel von William Golding (1954) für: Bundeswehr stoppt erneut die Abnahme von Eurofightern wegen Mängeln.

Mondscheintarif
Buchtitel von Ildiko von Kürthy (1999): Bericht, der erläutert, warum die Inflation in Deutschland wieder auf null Prozent gefallen ist.

Wenn das Schlachten vorbei ist
Buchtitel von T.C. Boyle (2012): zur Krise bei Twitter.

Vom Winde verweht
Buchtitel von Margaret Mitchell (1936): Headline für einen Bericht zum Klimawandel und andere Einflüsse des Menschen, die den biologischen Takt mit weitreichenden Folgen durcheinander bringen.

Die unendliche Geschichte
Der Titel des Kinder- und Jugendliteraturklassikers von Michael Ende (1979) genutzt für das Thema Olympische Spiele 2024 in Hamburg: Der Staatssekretär kritisiert das Finanzkonzept.

Ansichten eines Clowns
Buchtitel von Heinrich Böll (1963): Meldung zum ehemaligen Fifa-Funktionär Worawi Makudi, der gegen seine 90-Tage-Suspendierung durch die Ethikkommission des Weltverbandes Einspruch einlegen will.

Verdammt in alle Ewigkeit
Buchtitel von James Jones (1951) zum Thema: Galgen für Merkel und Gabriel bei Pegida-Demonstration beschäftigt Justiz.

So weit die Füße tragen
Buchtitel von Josef Martin Bauer (1955) für: Mehr als 710.000 Flüchtlinge sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres in die EU gekommen.

Anika Kirchner

Zurück

MAGAZIN

Wie die WELT über uns berichtet

Einen Partner fürs gemeinsame Leben zu finden ist oft nicht leicht. Bei Tina (ehemals Fahrenbach) und Rüdiger Straub war es eher Zufall. Kennengelernt haben sie sich vor vier Jahren bei der Arbeit – und haben jetzt geheiratet.

Gesichter des Marktes sichern Sympathie

Im LEH gleichen sich Sortimente und Marktdesigns weiter an. Gleichwohl ist effektive Profilierung möglich. Dazu ist es unabdingbar, die übergeordnete Unternehmenskommunikation auf lokale Inhalte herabzubrechen.

Emojis: Kleine Icons mit großer Wirkung

Jeder kennt sie, (fast) jeder nutzt sie: Emojis sind aus der Social-Media-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Jetzt gibt eine umfassende Studie interessante Insights in die Welt der Smileys und Symbole.

Straub & Straub | Stormarnplatz 6, D-22393 Hamburg | +49(0)40 6963282-0 |
© All Rights Reserved Kontakt | Impressum