Facebook ändert Newsfeed: Das können Marken und Unternehmen jetzt tun
Facebook ändert Newsfeed: Das können Marken und Unternehmen jetzt tun
2018-01-12 11:22

Facebook ändert Newsfeed: Das können Marken und Unternehmen jetzt tun

Die Luft wird knapper für die Fanpages von Unternehmen und Marken auf Facebook. In der Nacht auf Freitag verkündete Mark Zuckerberg gravierende Änderungen im Newsfeed. Das müssen Marken und Unternehmen jetzt beachten.

Zukünftig bekommen Facebook-Nutzer vermehrt Beiträge von Freunden und der Familie zu sehen. Zuckerberg begründet den Schritt damit, dass diese Maßnahme „gut für das Wohlbefinden“ der User sei, wie Horizont schreibt. Gleichzeitig wird die Zahl der Plätze für Werbeanzeigen nicht erhöht.

Die organische Reichweite der Posts von Fanseiten, also die Reichweite ohne Werbeanzeigen, wird weiter zurückgehen. Das werden Seitenbetreiber ab sofort deutlich spüren. Schon in der Vergangenheit hatte die organische Reichweite immer wieder gelitten.

In Zukunft werden Beiträge erfolgreich sein, die noch mehr als früher Interaktionen befördern. Denn: Wenn meine Freunde einen Post liken, kommentieren oder teilen, wird er mir verstärkt angezeigt. Die Initiierung von Interaktionen wird (noch mehr als früher) das Maß aller Dinge sein, um überhaupt Reichweite zu erzielen. Dabei spielen wertvolle Interaktionen eine besondere Rolle. Also keine Gewinnspiel-Kommentare, sondern Diskussionen. Das bedeutet für alle Fanpages: Im professionellen Contentmanagement sollte das Interaktionspotenzial von Posts noch deutlicher hinterfragt werden. Das Credo: Lieber weniger Posts mit viel Potenzial als viele Posts mit wenig Potenzial. Denn die schönen Facebook-Zeiten mit automatisch großer organischer Reichweite sind jetzt für Unternehmen und Marken vorbei.

Einen Ausweg gibt es: Facebook-Nutzer können in den Einstellungen angeben, dass Beiträge von Seiten, denen sie folgen, oben im Newsfeed platziert werden. Doch seien wir ehrlich: Diesen Schritt wird Otto-Normal-User nicht gehen, da die Funktion nur wenigen bekannt ist und sie zudem aktiv angeklickt werden muss.

Marken und Unternehmen sollten ihre Social-Media-Strategie überdenken. Posts auf Instagram beispielsweise verzeichnen bereits aktuell deutlich bessere Interaktionsraten als Facebook-Posts. Eine Stärkung der Instagram-Aktivität kann eine Schlussfolgerung aus Zuckerbergs Algorithmus-Änderung sein.

Stefan E. Suhr

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