280 Zeichen: Twitter schafft sich selbst ab
280 Zeichen: Twitter schafft sich selbst ab
2017-11-08 10:58

280 Zeichen: Twitter schafft sich selbst ab

Schon seit längerem zeigen die Zahlen einen eindeutigen Trend: Twitter verliert in der Breite an Relevanz. Ausnahmen: Naturkatastrophen, Terroranschläge und Donald Trump. Das ist natürlich ein wenig polemisch – soll es auch sein. Denn längst sind Influencer eher auf Instagram und Snapchat aktiv als auf Twitter. Und Otto-Normal-User nutzt immer noch Facebook. Das belegen die Social-Media-Nutzungszahlen deutlich.

Nun gut, werden Sie sagen. Für die B2B-Kommunikation, für’s Netzwerken – da ist doch Twitter immer noch en vogue. Ja und nein. Denn längst gewinnen LinkedIn und Xing auch hier an Bedeutung.

Twitter hat eine Stamm-Gemeinde. Und der Begriff „Gemeinde“ ist hier bewusst gesetzt. Seit dem Beginn des Netzwerks vor gut zehn Jahren hier in Deutschland hat sich diese Gemeinde etabliert – und seitdem marginal erweitert. Die Twitter-Influencer von damals sind auch die Twitter-Influencer von heute. Sie lieben ihr Netzwerk. Und die 140 Zeichen. Die heftigen Reaktionen im Netz sprechen eine eindeutige Sprache. Mit der Aufhebung der 140-Zeichen-Regel wird Twitter beliebig. Schon die Einführung der Bilder auf Twitter hat das Netzwerk verwässert, jetzt wird Twitter immer mehr zu einer Art Facebook, auf dem zumindest die Hashtags funktionieren. Wir meinen: Das ist auf lange Sicht der Tod von Twitter.

Stefan E. Suhr

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