Top Secret in der S-Bahn
Top Secret in der S-Bahn
2019-09-20 14:18

Top Secret in der S-Bahn

Morgens in der S-Bahn. Die Dame neben mir nimmt einen Stapel Papiere aus ihrer Tasche. Durch die Bewegung neben mir schaue ich von meinem Buch auf und lasse den Blick schweifen. Und was ich sehe, ist sehr interessant. Es handelt sich um eine Auswertung der Marketing- und PR-Aktivitäten eines großen Kreuzfahrt-Unternehmens. Ich erfahre, dass eine Kooperation mit einer bekannten Airline doch nicht so erfolgreich war. Das Banner verzeichnete nur 496 Klicks, ganze neun Buchungsvorgänge wurden initiiert. Dann erfahre ich, was in der Zukunft geplant wird: Das Unternehmen setzt auf eine Kampagne für Arktis-Kreuzfahrten. Spannend. Zu guter Letzt erblicke ich neben mir ein Q&A-Paper zum Thema Kreuzfahrt, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Es geht um Möglichkeiten der Landstromversorgung und warum einige Schiffe der Flotte dafür nicht geeignet sind, weil eine Nachrüstung technisch nicht umsetzbar ist. Ich lese Kernbotschaften des Unternehmens zum Thema Umwelt und gesellschaftliches Engagement. Die Papiere liegen direkt neben mir auf ihrem Schoß. Dann kommt die Haltestelle (ich verrate nicht, welche), an der die Dame aussteigt.

Liebe PR-Schaffende, Berater, Strategen – das Beispiel meiner S-Bahn-Fahrt durch Hamburg zeigt eines ganz deutlich: Konzepte, interne Paper, Strategie-Überlegungen, Q&As und Krisenhandbücher sind nichts für öffentliche Verkehrsmittel. Auch wenn die Zeit mal knapp ist: Man weiß nie, wer neben einem sitzt. Ich werde natürlich mein Wissen, um welche Kreuzfahrt-Linie es sich handelt, für mich behalten. Aber vielleicht sind nicht alle Menschen in der Bahn so verständnisvoll wie ich …

Stefan Suhr, Seniorberater

Zurück

MAGAZIN

Top Secret in der S-Bahn

Warum öffentliche Verkehrsmittel kein guter Ort für Konzepte sind ...

Kieler Woche – eine Woche wie keine ...

…und mit das einzige sportliche Event, das in Sachen Design kontinuierlich positiv von sich reden macht. Im Juni ist es wieder so weit!

Wie die WELT über uns berichtet

Einen Partner fürs gemeinsame Leben zu finden ist oft nicht leicht. Bei Tina (ehemals Fahrenbach) und Rüdiger Straub war es eher Zufall. Kennengelernt haben sie sich vor vier Jahren bei der Arbeit – und haben jetzt geheiratet.

Straub & Straub | Stormarnplatz 6, D-22393 Hamburg | +49(0)40 6963282-0 |
© All Rights Reserved Kontakt | Impressum